Wer als junger Mensch mit dem Arbeiten beginnt, der wird in der Regel beraten und darüber informiert, dass man vom Arbeitgeber sogenannte Verwögenswirksame Leistungen (maximale Höhe von 40 Euro pro Monat) erhält. Dieser Betrag wird über die Gehaltszahlung abgewickelt. Würde man vom Arbeitgeber nur einen Teilbetrag erhalten, kann man aus seinem eigenen Gehalt heraus den Betrag – allerding muss er durch den Arbeitgeber überwiesen werden – auf die maximale Summe aufstocken. Dieser Betrag wird durch den Staat subventioniert. D.h. man erhält hierauf über die jährliche Steuererklärung einen Zuschuss bzw. eine Förderung. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Summe auf einen bestimmten förderfähigen Vertrag einbezahlt wird und bestimmte Voraussetzungen und Ruhefristen eingehalten werden.
Der Bausparvertrag ist hier sicherlich eines der gängigsten Mittel oder aber das sog. Wohnriester. So kann man sich bereits frühzeitig einen ersten Grundstock für die zukünftige Wohnung bzw. Wohneinrichtung schaffen. Alternativ dazu kann man die Wohnungseinrichtung auch per Kredit finanzieren. Wenn Sie Kredite ohne Schufa aufnahmen werden diese in der Schutzauskunft der Finanzdienstleister nicht aufgeführt. Allerdings ist ein Kredit nicht unbedingt ein negatives Merkmal in der Auflistung. Es ist vielmehr immer entscheidend, wie hoch dieser ist und wie das allgemeine Zahlungs- und Finanzverhalten der jeweiligen Person ist. Es kann allerdings entscheiden werden, wenn man vor hat, in Bälde einen größeren Kredit zu beantragen – z.B. für eine Baumaßnahme – und das Kreditinstitut feststellt, es gibt bereits einen bestehenden Vertrag.
Umschuldung oder Aufstockung
Aber selbst dann müsste es kein Nachteil sein. Denn man kann durchaus zwei Kredite unterschiedlicher Strukturierung gut nebeneinander laufen lassen. Allerdings müssen die Rückzahlungsbedingungen, Raten und Konditionen letztlich aufeinander abgestimmt werden. Auch kann ein Kredit, der unter perfekten Konditionen abgeschlossen wurde, durchaus als Basis für die Aufstockung des Kredites – beispielsweise für die Baumaßnahme – genutzt werden. Dadurch kann man sich u.U. günstige Gesamtzinsen schaffen. Unter bestimmten Bedingungen kann es auch sinnvoll sein, den bestehenden Kredit quasi mit Umzuschulden auf ein anderes Kreditinstitut.
Kredit für Wohnungseinrichtung oder einfach nur Zahlungsaufschub
Viele Anbieter von Einrichtungsgegenständen bieten häufig bereits die Möglichkeit, quasi auf Pump zu kaufen. Das ist letztlich nichts anderes als ein Kredit. D.h. der Anbieter verlangt Zinsen dafür, dass man die Küche, die Wohnzimmer- oder Schlafzimmermöbel erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt. In diesem Falle wäre es eine Art Kurzzeitkredit, der sich vielleicht über einen Zeitraum von vier Wochen oder drei Monaten erstreckt.
Bild: panthermedia.net Magda Fischer
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22. Januar 2012
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